Schulvorstand – eine demokratische Form der Mitbestimmung?

15. Juni 2014 | Von | Kategorie: Aktuelles, Veranstaltungen & Fortbildungen

Veranstaltung der GEW in und um Osnabrück zur Schulstruktur am 13.5.2014

Referent: Henner Sauerland

Nach der Novelle von 2006 unter der Regierung Wulf ist die demokratische Struktur innerhalb des Schulgeschehens nachhaltig beeinflusst worden:

– Schwächung der Gesamtkonferenz: GK hat keine Entscheidungsgewalt mehr. Es gibt keine mehr verpflichtende Mindestzahl von einzubeufenden Gks. Das liegt im Ermessen der SL.

– Stärkung des Schulvorstandes: entscheidet über Haushaltsmittel, Einführung einer Eingangsstufe, Ausschreibung von Stellen……

Nach § 44 Vorschlag des Schulvorstandes. Der Schulvorstand kann als dysfunktionales System eingestuft werden:

kaum transparent/nicht schulöffentlich,

kaum ein Kollege interessiert sich dafür, auch wenn „besondere Kollegen“ Mitglieder des Schulvorstandes sind. Vorschläge kommen nur selten in die Diskussion des Kollegiums.

– Dienstbesprechungen sind nicht Plattform für Diskussionen, sondern fungieren als Organ: Schulleitung teilt etwas mit.

– Alle Fragen, die nicht von Schulvorstand und GK entschieden sind, entscheidet die Schulleitung.

– Stärkung der Schulleitung bei schlechter Bezahlung und Übernahme „Persönlicher Verantwortung“. Darum bewerben sich immer weniger Personen für das Amt des SL, die es trotzdem machen, sind nicht immer umfassend qualifiziert.

Forderungen, wie kann es weitergehen?

– Etablierung von Lehrerkonferenzen, um über ein zu installierendes Schulparlament direkten Einfluss zu nehmen. Das würde den Status der ursprünglichen GK ein wenig wieder herstellen, die Schule demokratisieren. Über die Zusammensetzung eines Schulparlamentes wird heftig gestritten: 2 (LehrerInnen):1 (SchülerInnen):1 (Eltern) oder Halbparität?

Ulli Bösch

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