Mit Warnstreiks in die Ferien

25. März 2015 | Von | Kategorie: Aktuelles

20150324 Streik 01Beschäftigte an ausgewählten Schulen in Niedersachsen haben am letzten Tag vor den Osterferien die Arbeit von 7.30 – 16.30 Uhr niedergelegt.

Ca. 450 Pädagogische MitarbeiterInnen, SchulsozialarbeiterInnen und tarifbeschäftigte Lehrkräfte an ausgewählten Schulen in den Städten Osnabrück sowie in Hannover, Braunschweig, Wolfsburg, der Region Hannover sowie in den Landkreisen Hameln, Nienburg, Schaumburg, Göttingen, Osterode, Peine, Cuxhaven und Osterholz sind dem Aufruf der GEW zum Warnstreik gefolgt.

Die Streikenden machten damit vor der 4. Verhandlungsrunde am 28. März deutlich, dass sie ernsthafte Angebote der Arbeitgeber erwarten. Rüdiger Heitefaut, GEW-Sekretär für Tarifpolitik sagte: „Am letzten Schultag vor den Osterferien haben die Beschäftigten der Schulen gezeigt, dass endlich ein Angebot zu Einkommensverbesserungen von den Arbeitgebern auf den Tisch muss!“ Auch müssten die Arbeitgeber ihre Forderung nach Kürzung der Betriebsrenten aufgeben. Die GEW fordert zudem den Abschluss eines Eingruppierungstarifvertrages für bundesweit 200.000 angestellte Lehrkräfte.

„Die GEW wünscht den Eltern und Kindern erholsame Ferien und den Beschäftigten endlich einen erfolgreichen Tarifabschluss“, führte Heitefaut aus. 

Hier noch einmal die Forderungen von GEW, ver.di, GdP und dbb:

  • Erhöhung der Entgelte um 5,5 %, mindestens  aber um 175€
  • Ausschluss sachgrundloser Befristungen
  • Eingruppierungstarifvertrag für Lehrkräfte
  • Zeit- und wirkungsgleiche Übertragung auf die Beamten
  • Keine Eingriffe in die betriebliche Altersversorgung

Die 4. Verhandlungsrunde findet am 28. März 2015 in Potsdam statt. Die Gewerkschaften verhandeln für insgesamt 800.000 Beschäftigte der Länder. An den Schulen in Niedersachsen gibt es ca. 19.000 Tarifbeschäftigte und ca. 80.000 Beamte.

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