GEW-Demonstration

7. September 2022 | Von | Kategorie: Aktuelles, Termine

Da fehlt doch wer?! – SO GEHT’S NICHT MEHR

Die GEW Kreisverband Osnabrück-Stadt bietet kostenfreie Mitfahrgelegenheiten für GEW-Mitglieder zur Demo an.

Treffpunkt: Vor dem Osnabrücker Hauptbahnhof um 12:50 Uhr

Abfahrt Osnabrück Hbf: 13:17 Uhr

Anmeldung unter: gew-osnabrueck@t-online.de bis zum 03. Oktober 2022, 19:00 Uhr

Die GEW Niedersachsen ruft alle Kolleg*innen dazu auf, am 5. Oktober 2022 von 15.30 Uhr bis etwa 18.00 Uhr in Hannover unter dem Motto „Da fehlt doch wer?! SO GEHT’S NICHT MEHR!“ zu demonstrieren:

Am „Welttag der Lehrerin und des Lehrers“ unmittelbar vor den Landtagswahlen wollen wir der Politik zeigen, wie viele Menschen das Thema Bildung wichtig finden, wie unverantwortlich die Arbeitsbedingungen in der Schule derzeit sind, wie man es besser machen kann – und dass wir nicht nur vor den Wahlen schöne Worte hören, sondern auch nach den Wahlen Taten sehen wollen!

Loch an Loch und hält doch? Was für ein Netz gilt, gilt noch lange nicht für die Schule.

In den niedersächsischen Schulen arbeiten die Beschäftigten dauerhaft im roten Bereich. Eine Expertenkommission der Regierung hat vor vier Jahren Alarm geschlagen: Es gibt eine Lücke von 3600 Lehrkräften – mittelfristig werden es noch mehr. Und was ist passiert? Ein Mini-Stufenplan wurde versprochen, die erste Mini-mini-Stufe wurde erklommen. Und Ende!

Für die Fachkräfte in den multiprofessionellen Teams sieht es nicht besser aus. Hier wurde vollmundig ein Ende der Zwangsteilzeit angekündigt. Und was ist passiert? Ein Drittel der betroffenen Kolleg*innen wartet immer noch auf ein
solches Angebot – hier wird also auf Arbeitskraft verzichtet!

Die GEW fordert deutliche Entlastungen für alle in der Schule! Dadurch kann sogar Personal gewonnen werden, weil die Rückkehr in den Beruf, das Aufstocken der Teilzeit sowie das Hinausschieben des Ruhestands attraktiver werden.

Lücken in der Bezahlung

Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit? Nicht in der Schule. Therapeut*innen verdienen bis zu 500 Euro weniger pro Monat als andere schulische Fachkräfte; Lehrkräfte an Grund-, Haupt-, Real-, Ober- und (z.T.) Gesamtschulen haben eine monatliche Lücke von ebenfalls etwa 500 Euro zu ihren Kolleg*innen.

Dabei haben sich 56,9 % der Abgeordneten des jetzigen Landtags vor den Wahlen 2017 für eine Angleichung der
Lehrkräftegehälter ausgesprochen. Für die Therapeut*innen gab es im Sommer 2021 das Versprechen der schulpolitischen Sprecher der Fraktionen, die Lohnlücke zu beheben. Und was ist passiert? Eine erste kleine Zulage für die Lehrkräfte und ein Zurückpfeifen durch die Fraktionsspitzen beiden Therapeut*innen.

Die GEW fordert die sofortige Angleichung der Bezahlung! Diese kann massiv zur Behebung des Fachkräftemangels
beitragen: Derzeit wandern vor allem Lehrkräfte in Bundesländer ab, in denen besser bezahlt wird.

Lücken in der Finanzierung

Corona, Krieg, Schuldenbremse – die Standardantwort auf Forderungen nach besserer Bildung: Kein Geld da! Klar ist aber: Wer heute nicht in Bildung investiert, muss morgen die Zeche zahlen. Nicht gute Bildung ist teuer, sondern schlechte! Die Schulden des Landes sind im ersten Halbjahr 2022 um 2,2 Milliarden Euro gesunken, im nächsten Jahr sollen weitere 1,1 Milliarden an Tilgung hinzukommen. Gleichzeitig verpasst das Land das selbstgesteckte(!) Ziel für Bildungsausgaben um jährlich mindestens 750 Mio. Euro.

Die GEW fordert ein Ende der Finanzblockade! Schulen müssen ausreichend Personal und eine gute Infrastruktur haben. Wer jetzt nichts tut, zahlt später doppelt und dreifach. Wir brauchen eine Regierung, die dies erkennt und
entsprechend handelt.

Corona-Hinweise, aktuelle Informationen rund um die Demo gibt es hier: www.gew-nds.de/gew/5oktober

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