10. Follow-up-Kongress zum Templiner Manifest

12. März 2020 | Von | Kategorie: Aktuelles, Hochschule

Hire and fire forever? Das Wissenschaftszeitvertragsgesetz auf dem Prüfstand

Am 11. März 2020 fand in Berlin der 10. Follow-up Kongress zum Templiner Manifest unter dem Titel Hire and fire forever? statt. Von der Osnabrücker GEW war Lisa-Marie Heimeshoff dabei und berichtete über die Befristungspraxis an den Universitäten. Anlass der Veranstaltung war die Evaluation der Novelle des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes (WissZeitVG), das den Hochschulen ein Sonderbefristungsrecht einräumt. Freya Gassmann (Universität des Saarlandes) hat die Auswirkungen der Novelle analysiert und festgestellt, dass sich kaum etwas verändert hat. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit ist um ca. vier Monate gestiegen, aber die Befristungsquote der wissenschaftlichen Angestellten liegt weiterhin bei ca. 90%.

Im Anschluss an die Erfahrungsberichte von Post-Doc Sandra Fluhrer und Doktorandin Lisa-Marie Heimeshoff von der GEW über die Situation der Beschäftigten an Hochschulen kamen die wissenschaftspolitischen Sprecher*innen der SPD, Grünen, Linken und FDP auf dem Podium zusammen. Alle Parteien kritisierten die hohen Befristungsquoten. Die GEW fordert eine Reform des Gesetzes u.a. mit einer Spezifizierung der Definition von „Qualifikation“ und einer Festschreibung des Anspruchs auf zwei Jahre Verlängerung für die Betreuung eines Kindes (familienpolitischen Komponente).

Mehr Informationen:

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/gesetzgeber-muss-jetzt-handeln/

Kommentare sind geschlossen