Viel Zustimmung aus der Wissenschaft

22. Januar 2015 | Von | Kategorie: Hochschule

Viel Zustimmung zum Gesetzentwurf der GEW für die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes gab es von den insgesamt acht wissenschaftspolitischen Organisationen, die die GEW zum Follow-up-Kongress eingeladen hatte. Wir haben die Stellungnahmen zusammengefasst.

Bernd Bibra, Arbeitsgemeinschaft der Betriebs- und Personalräte an außeruniversitären Forschungseinrichtungen (AGBR):
„Wir stehen voll hinter den einzelnen Forderungen der GEW und würden uns freuen, wenn der Druck, den wir hier gemeinsam aufbauen, auch zu einer Umsetzung führt. Ein ganz zentraler Punkt für uns Betriebs- und Personalräte an außeruniversitären Forschungseinrichtungen ist die Aufhebung der Tarifsperre, damit wir endlich Tarifverträge aushandeln können. Für uns ist wichtig, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Zuwendungsgeber dahin zu kriegen, dass getroffene Vereinbarungen auch umgesetzt werden und nicht nur Papiertiger bleiben.“

Anna Tschaut: Vorsitzende des Promovierenden-Netzwerks THESIS: „Eine Gesetzesänderung wird nur dann zu einer Verbesserung führen, wenn wir sicherstellen, dass dem wissenschaftlichen Nachwuchs Vertragslaufzeiten zugestanden werden, die ohne Unterbrechung über die gesamte Qualifizierungsphase reichen. Es kann doch schließlich nicht das Ziel sein, dass Promotionen – wie es inzwischen immer häufiger der Fall ist – statt im Rahmen einer Anstellung mit Hilfe von Arbeitslosengeld fertiggestellt werden. Für die Änderung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes bedeutet das, dass aus unserer Perspektive für befristet angestellte Promovierende eine Mindestvertragslaufzeit von drei Jahren – wie von der GEW vorgeschlagen – dringend notwendig ist. Den von der GEW vorgebrachten Vorschlag, einen Anteil von mindestens 50% der Arbeitszeit für die Qualifikationsarbeit vertraglich zuzusichern, begrüßen wir ebenso.“

Anneliese Niehoff, Vorstandsmitglied der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (BuKoF):
„Die Richtung des Entwurfs untersützen wir sehr – viele unsere Forderungen sind aufgenommen. Aus unserer Sicht müsste die Analyse der GEW noch deutlicher den Zusammenhang zwischen dem auf Wettbewerb ausgelegten System und Diskriminierungs-Effekten u.a. auf Grund des Geschlechts herstellen. Hier hätte ich mir eine deutlichere Argumentation gewünscht. Gerade die informellen, ungeregelten Bereiche im Wissenschaftssystem machen es für viele Frauen schwer. Gut finden wir die GEW-Forderung zur familienpolitischen Komponente. Da bin ich sehr gespannt, was die Gesetzgeber damit machen. Wenn das Gesetz da eine andere Grundlage schafft, wäre das sehr hilfreich.“

weitere Stellungnahmen unter: http://gew.de/Viel_Zustimmung_aus_der_Wissenschaft.html

GEW-Gesetzentwurf: http://www.gew.de/Binaries/Binary120381/GEW-Gesetzentwurf_WissZeitVG.pdf

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